Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Potsdam Mario Hubatsch
Die Pränataldiagnostik (= vorgeburtlicher Ultraschall) ist ein wesentlicher Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge. Das Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Entwicklungsstörungen des ungeborenen Kindes, sowie von mütterlichen Schwangerschaftsrisiken.
In unserer Praxis finden Sie einen kompetenten Ansprechpartner für die vorgeburtliche Diagnostik. Alle Ultraschalluntersuchungen erfolgen nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).
Seit 2019 haben wir die Qualifikation zur DEGUM-II-Diagnostik. Wir bieten Ihnen modernsten Ultraschall mit fachlicher Beratung, sowie eine spezielle Begleitung in Ihrer Schwangerschaft. Dazu zählen folgende Untersuchungen:
Die höchste Priorität für eine Schwangere liegt darin, zu wissen, ob Ihr Kind gesund ist.
Sie wünschen eine individuelle Einschätzung, wie hoch das Risiko für eine genetische Erkrankung oder Organfehlbildung für Ihr ungeborenes Kind ist. Die wichtigsten Untersuchungen im ersten Schwangerschaftsdrittel sind das Ersttrimesterscreening mit der Nackenfaltenmessung, sowie die Feindiagnostik im zweiten Drittel der Schwangerschaft.
Im Ersttrimesterscreening (12.- 14. SSW) wird das Risiko für eine genetische Erkrankung (Trisomie 13/18/21) mittels spezieller Ultraschallparameter berechnet.
Das Down-Syndrom (Trisomie 21) ist die häufigste genetische Erkrankung. Das Risiko für eine Trisomie 21 steigt mit dem mütterlichen Alter. Bei Trisomien kommt es gehäuft zu einer Wasseransammlung unter der Nackenhaut. Die Nackentransparenz (NT) wird in der 12+0 SSW bis 13+6 SSW gemessen. Das Risiko für eine genetische Erkrankung steigt mit zunehmender Nackenfaltendicke. Neben der kindlichen Nackenfalte werden noch andere sonographische Parameter wie Nasenknochen oder fetale Herzfrequenz untersucht.
Bei der Feindiagnostik (22.-24.SSW) erfolgt eine systematische Untersuchung aller sichtbaren Organsysteme des Fetus in Bezug auf die normale und zeitgerechte Entwicklung.
Im Ultraschall werden das Gehirn, Herz, Nieren, Wirbelsäule und Extremitäten beurteilt.
Bei 6 % aller Neugeborenen findet man Organfehlbildungen. Diese Fehlbildungen treten unabhängig vom mütterlichen Alter auf. Das Erkennen einer Organfehlbildung vor der Geburt hat eine entscheidende Bedeutung für die leichtere Behandlung des betroffenen Neugeborenen gegenüber Kindern mit festgestellten Erkrankungen nach der Geburt.
Die frühzeitig diagnostizierten Kinder zeigten eine prognostisch bessere Kurz -und Langzeit- Entwicklung. Die Ursachen dafür liegen in der individuellen Schwangerschaftsüberwachung und Geburtsplanung. Durch die Kenntnis der fetalen Erkrankung erfolgt eine spezielle Planung der Geburt, des Geburtszentrums und Geburtszeitpunktes, sowie die Organisation der nachgeburtlichen Versorgung.